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Am 23. September 1972 feierte die Sängerrunde St. Marienkirchen ihr fünfundzwanzigjähriges Bestehen. Der Chronist schreibt darüber vier Zeilen und verweist auf die Zeitung; die Zeitung schreibt eine halbe Seite.
„Die genannte Sängerrunde hielt im kleinen Rahmen einen Festabend zum 25jährigen Bestehen, und Günther Rasche, geschäftsführender Vorsitzender, arrangierte einen Besuch mit ein paar Gruppen.“
So steht es in der „Chamer Zeitung / Further Chronik“ vom Mittwoch, dem 27. September 1972, unter der Überschrift „Oberpfälzer Bauernmesse erklang in Oberösterreich“. Der Ausschnitt klebt im Band.
Wer gekommen war
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Woher |
Wer |
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Aus der Oberpfalz |
Die Regenstaufer Sänger, das Regenstaufer Duo, die Plößberger Sänger und die gleichnamige Stubenmusi, dazu Helmut Wallner, Ulf Forst und Günther Rasche. |
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Als Gast |
Otto Peisl, der Erste Vorsitzende des Oberpfälzer Volksliedkreises. |
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Aus dem Innviertel |
Der Gauobmann des Innkreises im Oberösterreichischen Sängerbund, Bürgermeister Josef Pichler, „alte Gründungsmitglieder, die Volksschuldirektoren und viele Freunde der Sängerrunde“. |
Die Plößberger hatten „mit fast 250 Kilometern den weitesten Weg nach Oberösterreich“.
Was gesungen und gesagt wurde
„Oberlehrer Fritz Gangl, Dirigent der Sängerrunde seit 25 Jahren, entbot allen herzliche Willkommensgrüße, den eigenen Landsleuten und vor allem den Freunden aus der Oberpfalz, die man immer gerne in St. Marienkirchen sehe.“
„Fritz Gangl gab einen kurzen Rückblick über die Entstehung und das Wirken der Sängerrunde, wobei er besonders die Besuche in und aus der Oberpfalz hervorhob.“
„Die Sängerrunde brillierte mit herrlichen Männerchören aus dem Reich des österreichischen Volksliedes und einer Hymne an die Nacht von Christof Willibald Gluck.“ Dasselbe Lied schreiben die Bände 1970 und 1973 Beethoven zu; welche Zuschreibung stimmt, sagt keine der beiden Quellen.
„Die OVK-Gruppen erfreuten mit ‚Gsangln und Musi‘ aus unserer Heimat“ – und Ulf Forst „mit seinen lustigen Erzählungen“.
Die Geschenke
„Günther Rasche entbot den Gruß der Oberpfälzer, er betonte, daß diese liebenswerte Freundschaft aus der gegenseitigen Freude zur Musik zusammengeführt habe, daß man die Marienkirchener wegen der liebenswürdigen Gastfreundschaft schätzen gelernt habe.“
„Als Zeichen der Freundschaft überreichte er an Fritz Gangl eine bayerische Bierliesl, damit man bei einem Trunk daraus immer an diese Zusammengehörigkeit erinnert werde.“
„Die Oberpfälzer erhielten einen kleinen Teller mit Gravierung als Erinnerung überreicht.“
Eines der vier Fotos im Band zeigt die Übergabe eines Steinkruges. Seine Bildunterschrift lautet „OVK Geschäftsführer überreicht das Erinnerungsgeschenk“ – einen Namen nennt sie nicht.
Was im Saal hing
Auf jedem der Fotos dieses Abends ist dieselbe Wand zu sehen: ein Kranz mit der Zahl 25, daneben der ausgeschnittene Schriftzug „OVK“ – und darüber, auf einem Notenband, der Wahlspruch des Vereines:
„Es klinge hell dem Inn entlang das deutsche Wort, der deutsche Sang!“
Denselben Spruch hatte der Chronist ein Jahrzehnt zuvor an den Anfang seines Rückblicks auf die fünfziger Jahre gesetzt.
Der zweite Tag
Der Band führt nur den 23. September. Die Zeitung berichtet weiter: „Am Sonntag sangen die Gruppen beim Gottesdienst die Bauernmesse, dann traf man sich zum gemeinsamen Frühschoppen, und nach Stunden der Freude und Freundschaft mußten die Oberpfälzer wieder aufbrechen.“
Das letzte Foto des Bandes ist ein Gruppenbild im Freien vor einem Hoftor. Darunter steht ein einziges Wort: „Abschiednehmen“.
Die Jahreszahl über der Bildfolge
Über den vier Feierfotos hat der Chronist „23. 9. 1973“ geschrieben. Das Jahr ist verschrieben, und der Band widerspricht sich damit selbst:
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Stelle im Band |
Was sie sagt |
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Der Jahreseintrag |
23. September 1972 |
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Die Bildunterschrift der Chamer Zeitung |
„Ein Erinnerungsbild vom Treffen 1972 in St. Marienkirchen“ |
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Das Erscheinungsdatum des Zeitungsberichtes |
Mittwoch, 27. September 1972 |
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Der Kranz im Hintergrund jedes Fotos |
trägt die Zahl 25 – und 1947 und fünfundzwanzig Jahre ergeben 1972. |
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Die Überschrift der Bildfolge |
23. 9. 1973 |
Berichtigt ist im Band nichts; hier steht beides.
Der Bogen in die Oberpfalz
„Eine fünfjährige Freundschaft verbindet die Oberpfalz mit dem Innviertel in Oberösterreich“, schreibt die Zeitung, und sie erzählt, wie sie begann: „In Wien begann es, als vor fünf Jahren der OVK-Vorsitzende mit den ‚Chamerauer Deandln‘ als Gäste der Sänger im Rahmen eines oberösterreichischen Heimatabends in Wien mitwirkten.“
Der Heimatabend in Wien, den die Chronik kennt, war am 19. Oktober 1968 – vier Jahre zuvor, nicht fünf. Die Zeitung rundet, der Band schweigt dazu.
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Datum |
Was geschah |
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19. Oktober 1968 |
Heimatabend in Wien – die erste Begegnung. |
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31. Mai und 1. Juni 1969 |
Sängerbesuch in Stamsried. |
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13. und 14. September 1969 |
Gegenbesuch der Oberpfälzer in St. Marienkirchen. |
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26. und 27. September 1970 |
Schuleinweihung in Stamsried, auf Einladung der Gemeinde. |
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29. November 1970 |
Adventsingen in St. Marienkirchen mit den Gruppen des Oberpfälzer Volksliedkreises. |
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4. Juni 1972 |
Neun Gruppen des Volksliedkreises zu Besuch. |
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23. September 1972 |
Die Jubiläumsfeier – „Die Gäste aus Bayern wurden wieder, wie jedesmal, herzlich empfangen.“ |