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Chronik 2000 - Der Chorleiterwechsel

Das Jahr 2000 brachte der Sängerrunde den größten Einschnitt ihrer bisherigen Geschichte: nach 52 Jahren gab der einzige Chorleiter, den der Verein je gehabt hatte, sein Amt ab.

 

7. Jänner – die Übergabe

Bei der Generalversammlung im Gasthaus Putzinger legte Konsulent OSR Friedrich Gangl seine Funktion als Chorleiter nach 52-jähriger Tätigkeit zurück. Nachfolgerin wurde seine bisherige Stellvertreterin Hanni Franz, die der Sängerrunde bereits seit 1988 als Begleiterin am Klavier zur Verfügung stand.

Sie war damit Chorleiterin, Schriftführerin und Chronistin zugleich – die Chronik dieses Jahres ist also ihr eigener Bericht über ihr erstes Jahr im Amt.

2. April – die Feuerprobe

Der erste öffentliche Auftritt unter der neuen Leitung war der Ostermarkt in Gstötten. „Feuerprobe für die frischgebackene Chorleiterin und erster öffentlicher Auftritt des Ensembles EDV“, notiert die Chronik – „beides zufriedenstellend verlaufen!“

Oktober – das Studium

Neun Monate nach der Übernahme begann sie an der Landesmusikschule Oberneberg das Studium zur Dirigentin. Bei der Weihnachtsfeier gab es dafür eine Schultüte.

Die für die Sänger zunächst unvorstellbare Doppelfunktion „Klavierspielen und Dirigieren“ bewältigte sie problemlos – mit einem Einkauf bei einer Musikalienfirma in Enns. Man müsse sich nur zu helfen wissen. Chorleiterin zu sein sei im Übrigen eine ähnliche Aufgabe wie Raubtierdompteuse: man müsse immer alle Mitglieder der Truppe im Auge haben.

28. Oktober – die „Note in Gold“

Schon im Frühjahr hatte der Verein mit Chorverbandsobmann Konsulent August Walchetseder Kontakt aufgenommen, um für seinen ehemaligen Chorleiter eine größtmögliche Ehrung zu erreichen. Walchetseder schlug dem Präsidenten die „Note in Gold“ vor – die höchste Auszeichnung des Oberösterreichisch-Salzburgischen Sängerbundes –, und sie wurde genehmigt.

Die Ehrung war als Überraschung beim Konzert gedacht; durch eine vorzeitige Veröffentlichung in der Sängerzeitung war es damit leider vorbei. „Fritz konnte sich dadurch allerdings seelisch auf den Festakt vorbereiten“, schreibt die Chronistin.

Die Urkunde ist mit 14. Oktober 2000 datiert; überreicht wurde sie nach dem Einleitungslied des Konzerts.

Und der Dank des Vereins

Am meisten geschätzt werde Gangls jahrzehntelange Kulturarbeit natürlich von den Sängern – die Ernennung zum Ehrenchorleiter sei ein bescheidener Dank dafür. Die Urkunde des Vereins dankt ihm „für seine Chorleitertätigkeit seit der Vereinsgründung im Jahr 1947“.