Eine Wand mit den Jahreszahlen von 1947 bis 2026 und dem Schriftzug „Chronik“

Chronik 1967

Was im Vereinsjahr geschehen ist — Monat für Monat.

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6. Jänner 1967 - Die Bauernmesse zum Dreikönigstag

Der Auftritt gehört kalendarisch zu 1967, wird von der Chronik aber ausdrücklich noch zum Vereinsjahr 1966 gerechnet: „Das Vereinsjahr jedoch schließt am 6. Jänner 67 mit der Aufführung der ‚Bauernmesse‘ und dem ‚Stille Nacht‘ in der Frühmesse des Hl. 3-Königtages.“

13. Jänner 1967 - Jahreshauptversammlung und Zwanzigjahresbilanz

„Dieses Jahr begann nach harmonisch verlaufener Jahreshauptversammlung (am 13. 1. 67) mit großer Zuversicht aller Sänger. Drei große Veranstaltungen wurden beschlossen (Sängermaskenball, Jubiläumskonzert und 2 Tagefahrt nach Wien) und die Probenarbeit gleich nach der Generalversammlung mit viel Fleiß begonnen.“

Von den dreien fanden zwei statt. Das Jubiläumskonzert wird im ganzen Band nicht wieder erwähnt.

Ein Zeitungsausschnitt im Band berichtet von derselben Versammlung. Neu in den Ausschuss gewählt wurden nach seiner Aufzählung Josef Daller als Schriftführer, Alois Moritz als Chorleiterstellvertreter sowie Walter Gruber, Johann Wimmeder und Fritz Endmaier als Fähnriche.

Vor allem aber hielt Chorleiter Gangl an diesem Abend Rückschau: er verlas das Gründungsprotokoll und berichtete, wie der Ausschnitt festhält, „über die Leistungen der Sängerrunde in den 20 Jahren seit 1947“. Die Zahlen, die er nannte, sind die einzige Bilanz dieser Art, die der Bestand für die Zeit vor 1998 kennt: rund 1000 Proben; fünfzehnmal Beteiligung an Ortsfesten; dreißigmal die Deutsche Messe; 21 Sängerhochzeiten; 13 Ständchen; 25 Bälle; fünf Advent- und Weihnachtsliedersingen; 13 teils mehrtägige Sängerfahrten; 24 Sängerfeste in Oberösterreich und zehn in Bayern. Und, in derselben Reihe: 17 Mitglieder der Sängerrunde wurden in diesen zwanzig Jahren zu Grabe begleitet.

Der Mitgliederstand betrug damals 26 aktive und 95 unterstützende Mitglieder.

Zwei Angaben des Ausschnitts verdienen eine Bemerkung. Er nennt die Versammlung die „20. Generalversammlung“ – die Chronik selbst zählt für 1968 die 22. und für 1969 die 23., was für den 13. Jänner 1967 die 21. ergäbe. Aufgelöst wird das nicht.

Und er rechnet die Jahre „seit 1947“, nicht seit der konstituierenden Versammlung vom 1. September 1948. Das ist kein Versehen: schon der Gründungsband hält fest, die Sängerrunde könne an diesem Tag „auf eine einjährige Arbeit zurückblicken“, und es gab bereits eine Silvesterveranstaltung 1947. Der Ausschnitt ist damit eine weitere Stimme in einer alten Frage – dem Streit ums Gründungsjahr.

30. Jänner 1967 - Der Tod von Anna Mayr

„Jedoch schon am Ende des ersten Monats wurden alle Mitglieder unserer Sängerrunde in große Trauer versetzt. Frau Anna Mayr geb. Reinthaler, die Gattin unseres verdienstvollen Obmannes Karl Mayr, ist am 30. Jänner 1967 gestorben.“

„Am 31. Jänner trafen sich alle Sänger zum gemeinsamen Gebet in der Pfarrkirche. Anschließend wurde bei der Probe der Trauerchöre der Verstorbenen gedacht und ihre Verdienste für die Sängerrunde in Erinnerung gebracht.“

Und dann der Satz, der sagt, warum der Verein sie vermisste: „Durch ihr Wohlwollen, das sie unserer Gemeinschaft stets entgegenbrachte, verhalf sie der Sängerrunde zu größerem Ansehen, und stets war sie hilfsbereit im Einsatz, wenn es galt, Vorbereitungen für Sängerveranstaltungen zu treffen.“

„Bei ihrem Begräbnis waren wir alle vollzählig im Einsatz. Die Sänger trugen den Sarg mit der Verstorbenen vom Trauerhaus in den Friedhof. Ebenso die vielen Kränze. Am offenen Grabe wurde der Chor ‚Hymne an die Nacht‘ (v. Beethoven) gesungen.“

5. Februar 1967 - Der Sängermaskenball nach dem Trauerfall

„In große Konflikte kamen wir, als es darum ging, am 5. II. den Sängermaskenball zu veranstalten.“

„Im Übereinkommen mit den trauernden Hinterbliebenen wurde dann doch der Beschluß gefaßt, den Ball abzuhalten.“

„Den finanziellen Erfolg dieser etwas getrübten Veranstaltung sicherten die Sänger durch aktiven Einsatz beim Verkauf der ‚Kärtlein‘ zur Maskenprämiierung (Daller Walter).“

14. April 1967 - Abschied von Theresia Pucher

„Am 14. April 67 begleiteten wir das unterstützende Mitglied, Frau Theresia Pucher, Auszüglerin vom Scheitermanngute in Großwiesenhart, zu Grabe.“

15. Mai 1967 - Der Tag des Liedes in Vichtenstein

„Am 15. Mai 1967 wurde anläßlich des Tages des Liedes in Vichtenstein die Schubert-Messe und ein Marienlied von der Chorgemeinschaft St. Florian a. I., Vichtenstein u. St. Marienkirchen unter Leitung von Volksschuldirektor Mitterecker gesungen.“

Dieselben drei Chöre hatten im Oktober 1966 beim Gausängerfest in Schärding zusammen gesungen.

1967 - Die Geburtstagsfeier des Kassiers Rudolf Schwarz

„Eine sehr nette Gemeinschaftsfeier wurde aus der Einladung, welche unser Kassier Rudolf Schwarz – er übt diese Funktion nun 16 Jahre äußerst gewissenhaft aus – anläßlich seines Geburtstages im Gasthaus Bayer in Gstötten gab.“

„Ihm wurde von den aktiven Sängern, die vollzählig erschienen waren, ein Ständchen gesungen und vom Herrn Obmann ein Geschenkskorb überreicht.“

Einen Tag nennt die Chronik nicht; die Stelle steht zwischen dem 15. Mai und dem 2. Juni. „Nun 16 Jahre“ führt auf 1951 zurück – dasselbe Jahr, das die Chronik 1971 als Beginn seines Amtes nennt.

2. Juni 1967 - Die Probe zum Namenstag des Wirtes

„Auch die Probe im Gasthaus Putzinger am 2. Juni war recht fröhlich. Der Wirt feierte seinen Namenstag und die Bürger von St. Marienkirchen feierten mit ihm und mit der Sängerrunde.“

1. bis 2. Juli 1967 - Die Primiz von Josef Pucher

„Am 1. und 2. Juli 1967 hatte unsere Sängerrunde Gelegenheit, ein seltenes Ortsfest verschönern zu helfen: Josef Pucher feierte das heilige Primizopfer.“

Die Sängerrunde sang an beiden Tagen: den Begrüßungschor „Ein froher Gruß“ beim Empfang in Großwiesenhart, den Festchor von Gluck am Abend vor dem Gemeindehaus, das „ave verum“ in der Kirche – und am Festtag ging sie im Festzug mit.

Die große Aufführung des Sonntags war nicht ihre: „der von dem Kirchenchor St. Florian verstärkte Kirchenchor brachte die Lorettomesse von E. Tittel zur Aufführung“. Der Chronist nennt sie trotzdem „wohl eine der größten Aufführungen, die in der St. Marienkirchner Pfarrkirche je stattfanden“.

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10. bis 11. Juli 1967 - Die Sängerfahrt nach Wien

„Am 10. und 11. Juli 1967 wurde die Sängerfahrt nach Wien unternommen. Fast alle aktiven Sänger und mehrere unterstützende Mitglieder nahmen an der Fahrt teil.“

„Mit vollbesetztem Autobus fuhren wir bei starkem Regen bis Amstetten. Dort frühstückten wir und kamen in Wien an und dort schien die Sonne.“

Es ist der ausführlichste Reisebericht der sieben Jahrgänge – zwei volle Seiten, rund zwanzig Stationen, und am Ende ein Satz, der alles zusammenfasst: „Ein sehr interessanter Ausflug!“

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22. September 1967 - Die Proben beginnen wieder

„Nun begannen die wohlverdienten Sängerferien und erst am 22. Sept. begann die Probenarbeit von neuem.“

12. Oktober 1967 - Geschenkskorb für den Chorleiter

„Dem Chorleiter wurde anläßlich seines Geburtstages am 12.10. ein Geschenkskorb überreicht.“

Im Band steht dieser Satz nach dem Bericht über den 20. Oktober; kalendarisch gehört er davor.

20. Oktober 1967 - Der Entenschmaus zum Geburtstag des Obmannes

„Am 20. Oktober feierten wir den Geburtstag unseres Obmannes Karl Mayr. Edle Spender sorgten für einen schmackhaften Entenschmaus.“

Eine Entenpartie zum Geburtstag des Obmannes hatte es schon 1963 gegeben – damals kostete sie 700 Schilling, aufgeteilt im Verhältnis 4 : 2 : 1.

27. Oktober 1967 - Abschied von Johann Kriegl

„Beim Begräbnis des unterstützenden Mitglieds Johann Kriegl am 27.10. beteiligten sich 13 Sänger. Es wurde am offenen Grabe der Chor ‚Über den Sternen‘ gesungen. Der Leichenschmaus fand im Gasthaus zur ‚Tausendjährigen Linde‘ statt.“

22. Dezember 1967 - Die Weihnachtsfeier

„Heuer hielt der Verein am 22.12. eine recht gemütsvolle Weihnachtsfeier im Nebenzimmer des Gasthauses Daller.“

„Bei Weihnachtsliedern und Kerzenbeleuchtung entstand echte Weihnachtsstimmung, besinnlicher als manch fröhliche Stunde in Weinstimmung.“

31. Dezember 1967 - Das Singen am Silvestertag

„Am 31.12. sangen wir in der Pfarrkirche Weihnachtslieder (‚O du fröhliche‘ … u. ‚Stille Nacht‘) und das ‚Deutsche Ordinarium I‘ einstimmig. Die Wirkung war sehr gut. Das Ordinarium sollte noch sicherer einstudiert worden sein.“

Und dann, als letzte Zeile des Bandes, geschrieben am 12. Jänner 1968: „Und nun auf zur Generalversammlung, es soll die 22. seit Bestehen des Vereines werden. Heute, 12.1.1968 soll sie stattfinden. Es tobt ein Schneesturm wie seit Jahren nicht mehr.“