Chronik - Untermenü >>
Der Liederkranz Tettenweis in Bayern feierte vom 19. bis 21. Mai 2000 sein 75-jähriges Gründungsfest. Die Sängerrunde meldete sich für den Sonntag an – mit 22 Personen, 22 Essen und der Bitte um einen Taferlbuben. Als Liedbeitrag zum Freundschaftssingen waren die „Hammerschmiedg’selln“ gemeldet, als Ersatz das „Weinland“.
Gefahren wurde gemeinsam mit der Liedertafel St. Florian im Bus. Fähnrich Vorhauer war „dienstuntauglich“, daher übernahm „Fendrich Nr. 3“ die Fahne.
Der Taferlbub
Um 8.45 Uhr kam die Gruppe in Tettenweis an. Der angeforderte Taferlbub war noch nicht da, und im Festzelt gab es kein Achtel „Muiden“ für den Moar senior – „das kann ja heiter werden!“
Beim Anmarsch zum Festzelt sprang Karl D. E. als Taferlbub ein. Für den Kirchenzug wurde der Sängerrunde dann ein etwas blasser bayerischer Knabe zugeteilt: nach rund 300 Metern Wegstrecke flüchtete er an den Straßenrand, und der tapfere Poldi trug daraufhin Fahne und Taferl. Zum Festzug am Nachmittag stand dann wieder ein gesunder Taferlbub bereit.
Feldmesse und Freundschaftssingen
Blauer Himmel bei der Feldmesse sei gut, fehlende Lautsprecheranlagen seien schlecht, hält die Chronik fest – einige Sänger „flüchteten“ zur Andacht ins Wirtshaus. Das Mittagessen im Festzelt war, wie üblich bei Sängerfesten in Bayern, gut organisiert.
Um 14 Uhr begann das Freundschaftssingen im „Salettl“ eines Gasthauses. Aus Zeitgründen wurden fast alle Vereine von zwei Liedern auf eines verkürzt; die Sängerrunde verzichtete daher auf das „Weinland“ und präsentierte mit viel Schwung und Beifall die „Hammerschmiedg’selln“.
Zwei Randnotizen der Chronistin: „Profi-Schwerenöter Max Zauner lässt auch den Obmann bei der Damenbetreuung mitarbeiten!“ – und nachdem der „schwergewichtige Kassier“ im Wirtshausgarten einen „Flurschaden“ angerichtet hatte, entfernte sich ein Teil der Sänger unauffällig wieder in Richtung Festzelt.
Um 16.15 Uhr ging es zur Heimfahrt in den Bus. „Aber wie schon öfter in einem anstrengenden Sängerleben: der Tag ist noch nicht zu Ende!“ – es folgte das Maibaumfest der Feuerwehr Hub.