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Tag: |
Faschingsamstag, 4. März 2000 |
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Beginn: |
20 Uhr |
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Ort: |
Putzinger-Saal, St. Marienkirchen |
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Musik: |
Original Kösslbachtaler |
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Eintritt: |
Vorverkauf 60 Schilling, Abendkasse 80 Schilling |
Der Ball sei für den Kassier natürlich das wichtigste Ereignis im Vereinsjahr, schreibt die Chronistin – und habe sich wie jedes Jahr finanziell gelohnt. Bei der Saaldekoration am Vorabend waren wieder die bewährten „Luftballonkräfte“ im Einsatz; angeblich dauerte die Ballvorbereitung bis sechs Uhr früh.
Der Saal um 19.45 Uhr: gähnende Leere
Im Lauf des Abends füllte er sich mit 121 Maskierten und rund 100 Nichtmaskierten. Die stärkste Gruppe waren 25 Vogelscheuchen – die Mütterrunde –, gefolgt von 22 Schlümpfen aus der Musikkapelle. Die Landjugend rückte als Putzgeschwader an, „Anton aus Tirol“ war gleich zweimal vertreten, und von den Einzelgängern ist vor allem ein gut ausgerüsteter Briefbombenentschärfer zu erwähnen. Die Sängerfrauen kamen in schwarz-gelb geringelten Kostümen.
Die Mitternachtseinlagen
Franz Maierhofer jun. verwandelte sich in einen farbenprächtigen „Gockala“ – Kostümschneiderin war Christine Schachinger –, und außerdem gab es eine Schar entzückender schwarzhaariger Engerl samt Petrus mit Harfe zu bestaunen. „Graziös schweben die Engerl über das Parkett.“
Von der Nahaufnahme eines Engerls musste ein Teil aus Sittlichkeitsgründen mit einem Feigenblatt abgedeckt werden – die Chronistin hat es aus grünem Papier ausgeschnitten und in das Album geklebt, wo es bis heute liegt.
Und die Tombola
Die Tombolapreise mussten für einen Sänger ein Wink des Schicksals sein, das Junggesellenleben mit nahezu dreißig Jahren endlich aufzugeben, notiert die Chronistin: er gewann unter anderem ein Spielzeugauto und ein Vorschulbuch. „Eine gute Chronistin sieht ALLES.“