Eine Wand mit den Jahreszahlen von 1947 bis 2026 und dem Schriftzug „Chronik“

Chronik 1963

Was im Vereinsjahr geschehen ist — Monat für Monat.

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1963 - Die Generalversammlung im Schneesturm

„Dieses Vereinsjahr, das 16. seit Bestehen des Vereines, begann mit einer verunglückten Generalversammlung. Ein arger Schneesturm bei −25 °C war der ‚äußere Rahmen‘. Es erschienen von 29 aktiven Sängern nur 22.“

Beschlussfähig war sie trotzdem, und sie nahm „vorerst einen ordentlichen Verlauf“ – bis der Ankauf eines Trachtenhutes vorgeschlagen wurde. Darüber gingen „die Meinungen sehr auseinander“, und in der Folge verließen Schneidermeister Fritz Radlwimmer, sein Sohn Josef und Leopold Gupfinger die Versammlung und traten aus dem Verein aus.

Die Beschlussfassung für den Hutankauf „wurde nur verschoben“. Bei einer späteren Probe fiel der Beschluss, und der Hut wurde für alle Sänger nach Maß bei der Firma Ernst Schmierer in St. Marienkirchen bestellt. „Nun haben wir uns alle daran gewöhnt und die Gemüter haben sich wieder beruhigt.“

Ganz folgenlos blieb das nicht: „Freilich beeinträchtigte der Austritt der ‚Radlwimmer‘ aus dem Verein die Aktivität der Sänger. Jeder hat eben seine Anhänger und es sind auch bei einem Männerchor nicht nur Männer. Aber es ging weiter.“

Einen Tag nennt die Chronik für diese Versammlung nicht.

24. Februar 1963 - Sängermaskenball

„Der Sängermaskenball am 24.2.63 war sehr gut besucht.“

6. April 1963 - Singen beim Bahnhofswirt in Suben

Bäckermeister Leopold Bachmayer aus St. Marienkirchen lud die Sängerrunde ein, beim Bahnhofswirt in Suben zu singen. „Es gab dafür ein Fass Bier und guten Wein.“

26. April 1963 - Das „Brautstehlen“

„Den besten Besuch des Jahres hatten wir am 26.4. beim ‚Brautstehlen‘, wozu uns unser junger Herbergswirt, Herr Walter, eingeladen hat. Der Abend nahm einen sehr heiteren Verlauf.“

1963 - Die Hochzeit von Hermine Bernauer

Malermeister Johann Bernauer lud die Sängerrunde zur Hochzeit seiner Tochter Hermine ein. „Wir sangen in der Kirche Brautlied und Haydnmesse und bei der Tafel bis in den späten Nachmittag frohe Lieder. Der Verlauf war vorerst sehr feierlich und nahm einen frohen Ausklang.“

Einen Tag nennt die Chronik nicht; die Stelle steht zwischen dem 26. April und den Pfingstfeiertagen.

2. Juni 1963 - Goldene Hochzeit in Teufenbach

„Die Pfingstfeiertage waren heuer sehr anstrengend.“ Am Pfingstsonntag sang die Sängerrunde bei der goldenen Hochzeit der Eltern des Sangesbruders Karl Burgstaller in Teufenbach.

3. Juni 1963 - Hochzeit von Johann Wieshammer in Eggerding

Am Pfingstmontag sang die Sängerrunde in Eggerding bei der Hochzeitsfeier des Sangesbruders Johann Wieshammer, „Schneiderbauer“ in Eggerding.

„Beinahe machte es den Eindruck, als wären wir eine Hochzeitsmusik, aber auch dies ist eine Gelegenheit, vor den Leuten zu singen, freilich findet man auf Hochzeiten nicht immer die dankbarsten Zuhörer.“

14. Juni 1963 - Die Probe bei Putzinger

„Am 14. Juni hielten wir heuer die Probe bei Putzinger. Putzinger Proben sind hauptsächlich ‚Weinproben‘.“

13. bis 14. Juli 1963 - Das Gründungsfest in Antiesenhofen

Der Männergesangverein Antiesenhofen feierte sein 30-jähriges Gründungsfest, verbunden mit einer Fahnenweihe. „Am 13. Juli sangen wir mit großem Erfolg beim Festabend in Antiesenhofen ‚Heilig Heimatland‘ und ‚Dunkle Wolk‘. Am 14. Juli beteiligten wir uns beim Festzug.“

Das gedruckte Festprogramm liegt im Chronikband. Es nennt die St. Marienkirchner unter den Mitwirkenden des Festabends – als „Gesangverein St. Marienkirchen b. Sch.“ – und schließt mit dem Satz: „Das Fest findet bei jeder Witterung statt!“

24. August 1963 - Das „Vorkommando“ nach Trostberg

Ein Vorkommando – Obmann Mayr, Chorleiter Gangl, Alois Moritz, Schriftführer Lenzenweger und Johann Wieshammer – fuhr nach Trostberg zur Vorbesprechung des Sängerausfluges.

„Schon bei dieser Gelegenheit zeigten sich unsere Sängerfreunde (MGV Trostberg) sehr gastfreundlich.“

12. September 1963 - Abschied vom alten „Moa z’Bua“

„Am 12. September begleiteten wir den Vater unserer Sangesbrüder Demmelbauer-Ebner, den alten ‚Moa z’Bua‘, ein unterstützendes Mitglied, zur letzten Ruhe und sangen am offenen Grabe ‚Über den Sternen‘.“

15. September 1963 - Der Gegenbesuch in Trostberg

Der Gegenbesuch für den Sängerbesuch der Bayern vom 22. Juli 1962 – und die größte Fahrt des Jahres.

„Als wir am 15. September mit 2 Autobussen und mit unserer Trachtenkapelle nach Trostberg fuhren, gab es dort großen Empfang und Verbrüderungsfeiern mit den Sängerinnen und Sängern aus Trostberg und Traunstein, bei dem auch Herr Bürgermeister von Trostberg anwesend war und versprach, beim Gegenbesuch der Trostberger nach St. Marienkirchen mitzukommen. Die Musikkapelle bekam Bier u. Essen gratis.“

Zum Gegenbesuch in Trostberg >>

18. Oktober 1963 - Die Entenpartie

„Gut organisiert und arrangiert war heuer die Geburtstagsfeier des Herrn Obmannes Mayr.“ Alois Moritz und Franz Ebner („Moa z’Bua“) gestalteten eine Entenpartie, „die nicht nur die Sängerherzen, sondern auch die Sängermägen erfreute“.

Für die Getränke – die Rechnung betrug 700 Schilling – kamen Obmann Mayr, Schriftführer Lenzenweger und Chorleiter Gangl im Verhältnis 4:2:1 auf. Die Zubereitung des Entenschmauses „– ein Kompliment der guten Köchin (Frau Bast aus Hackenbuch) – besorgte der Herbergswirt unentgeltlich“.

10. November 1963 - Heldengedenkfeier

„Am 10. November die übliche Heldengedenkfeier.“

Vereinsjahr 1963 - Die Bilanz

„Zusammenfassend darf ich dieses Jahr als ein zwar sehr arbeitsreiches für den Chorleiter, aber ein wenig erfolgreiches für den Chor bezeichnen. Dies ist wohl auch auf die zahlreichen Einrückungen zum Bundesheer zurückzuführen.“

Der Chronist zählt sie auf: Fritz Endmaier, Franz Bruckner, Johann Wimmeder, Erich Neulinger, Schadler, Josef Daller und Walter Daller. Dazu war „Ebner Karl beim Zoll in Hagenau“ und „Kesztele Viktor in Braunau im BRG“.

„Der Probenbesuch wäre sehr gut, wenn wir 23 aktive Mitglieder annehmen. Der Durchschnitt wäre dann 18 Sänger, das sind 78,26 %.“

Und dann, als Schlusswort des Bandes: „Es fehlt eben der nötige Ernst und die richtige Einstellung zum Gesang. Trotzdem ist der ‚alte Kern‘ und der Nachwuchs lobenswert. Sie sind da!“