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8. Jänner 1999 - Generalversammlung
Die Generalversammlung in Trucki’s Gasthaus. Die Anwesenheitsstatistik zeigte, dass der Besuch von Proben und Treffen eher rückläufig war; einziger Sänger mit hundertprozentiger Anwesenheit war wieder Obmann Beham – „eh klar!!!“
Bei den Vereinsfunktionen blieb alles beim alten, keiner gab sein Amt her. Gewisse Befürchtungen, dass die Schnitzel ein gewaltiges Loch in der Vereinskasse verursachen, konnte der Kassier anhand des Kassenstandes zerstreuen.
Von dieser Versammlung stammt auch die Idee des Obmanns, die Christmette zu gestalten – weil die Sängerrunde zwar Gottesdienste singt, „aber leider stets nur bei halbvoller Kirche“.
Jänner 1999 - TSV-Ball
Wie üblich war die Sängerrunde beim TSV-Ball vertreten.
Ende Jänner 1999 - Dia-Vortrag von Josef Grünberger
Ein Dia-Vortrag von „Herrn Josef Gründlichberger – pardon, Herrn Grünberger“, der unter anderem auch Dias vom Sängerfest des Jahres 1997 zeigte.
Jänner 1999 - Schiausflug nach Söll
Sieben sportliche Sänger und Putzinger Seppi waren im heiligen Land Tirol unterwegs. „Es gibt zwar keine authentischen Berichte über die Anwesenheit auf der Piste, sondern eigentlich nur Berichte über Aktivitäten im Tal.“
Aus diesen Berichten: beim Hinauswurf aus einer Diskothek soll Alois Wirth gesungen haben „Samma schwarz oder weiß …“; Lehner Leopold erprobte einen Alkomaten, „das total geschockte Polizeigerät zeigte 1,17 Promille an“; im „Pub 15“ beschossen Fremde die harmlosen Sänger vom Balkon herab mit Schneebällen, worauf die Sänger zurückschossen – ihre Schneebälle landeten sogar in den Zimmern.
Zum Schluss noch eine Definition des Begriffes „Phase“, wobei Phase den Grad der Alkoholisierung bedeutet: Phase 1 – untergeordnete Bedeutung; Phase 2 – auch noch nicht von Bedeutung; Phase 3 – Verlust der Muttersprache; Phase 4 – Verlust von Lehner Leopold.
6. Februar 1999 - Wirtshaussingen im Gasthaus Truckenthanner
„Sing mit“ – ein Wirtshaussingen um 20 Uhr, für Instrumente war gesorgt. Die Veranstaltung dürfte auf eine Initiative der Sänger zurückgehen, ausgedacht beim „Tag der Alten“ im Herbst 1998 – „nachmittags vermutlich bei Phase Nummer soundso“.
6. Februar 1999 - Ball der Liedertafel St. Florian am Inn
Am selben Abend der Ball der Liedertafel St. Florian am Inn im Gasthaus Moritz. „Der erste Samstag im Februar war Tanz und Gesang gewidmet.“
13. Februar 1999 - Sängermaskenball
Der Sänger-Maskenball im Putzinger-Saal, Musik: Original Kösslbachtaler. Trotz Grippewelle und schlechter Straßenverhältnisse gut besucht: 136 Maskierte wurden gezählt.
20. Februar 1999 - Standesamtliche Hochzeit von Johann Wimmeder jun.
Die ruhige Fastenzeit benützten zwei Sänger zur standesamtlichen Hochzeit – der erste war Johann Wimmeder jun.
26. Februar 1999 - Vorfeier zum 75er des Chorleiters
Nach der Probe spendierte Chorleiter Gangl zehn Liter Rotwein aus Südtirol und vier Kilo Speck aus Lambrechten – als Entschädigung für seine Tombola-Gewinne beim Ball und gleichzeitig als Vorfeier für seinen 75er.
Franz Emminger sei im Übrigen nicht nur erster Luftballonaufblaser, sondern nun auch erster Speckeinkäufer geworden, hält die Chronistin fest.
27. Februar 1999 - Standesamtliche Hochzeit von Fritz Endmayer
Eine Woche nach Wimmeder jun. heiratete auch Fritz Endmayer standesamtlich.
19. März 1999 - Die Hüte zur Vereinstracht
Schneidermeister Stürmer kam mit den Hüten zur Vereinstracht – die Ergänzung zu der Tracht, die er im Oktober 1998 geliefert hatte.
19. März 1999 - Chorverbandstag in Vichtenstein
Am selben Abend fand in Vichtenstein der Chorverbandstag statt, besucht von Schachinger und Hanni. Präsident Bernegger wurde bereits von seinem zukünftigen Nachfolger Mag. Hans Joachim Holz vertreten.
20. März 1999 - Vereinsmeisterschaften im Eisstockschießen
Von den Vereinsmeisterschaften in Pramhof wurde der Chronistin lediglich berichtet, dass die Sängerrunde viermal gewonnen und sechsmal verspielt hat.
26. März 1999 - Vereinsinterne Mostkost
Bei der vereinsinternen Mostkost nach der Probe gab es einen eindeutigen Sieger: Alois Vorhauer, „der mit seinem Spitzenmost ein Supergetränk lieferte (und mir einen gewaltigen Schwips!)“.
April und Mai 1999 - Frühjahrskonzerte
Wie alle Jahre waren einige Frühjahrskonzerte anderer Gesangsvereine zu besuchen – in Taufkirchen, Rainbach und Antiesenhofen – sowie das Konzert der eigenen Musikkapelle.
30. Mai 1999 - Maiandacht in der Pfarrkirche
Die Sängerrunde gestaltete die Maiandacht in der Pfarrkirche.
Vor der Sommerpause 1999 - Chorabschlussfeier
Der Vereinsvorstand organisierte als Chorabschlussfeier ein Hendl-Essen in Dietrichshofen, verbunden mit Plattln und Asphaltschießen. „Jeder probiert es“ – und „es geht nichts über einen schattigen Zuschauerplatz!“ Einen Tag nennt die Chronik nicht.
9. August 1999 - Tod von Alois Fraccaroli
Unerwartet verstarb der Sangesbruder Alois Fraccaroli, geboren am 28. September 1918. Noch im Herbst davor hatte die Sängerrunde seinen 80. Geburtstag gefeiert.
14. August 1999 - Beerdigung von Alois Fraccaroli
Bei der Beerdigung in Suben sang die Sängerrunde „Gute Nacht, ihr Freunde“.
15. August 1999 - Sängerfest in Vichtenstein
Am Tag nach der Beerdigung fuhr die Sängerrunde zum Sängerfest nach Vichtenstein – zum 50-Jahr-Jubiläum des dortigen Männergesangsvereins. „Leid und Freud liegen ja im Leben immer ganz nahe beieinander.“
21. August 1999 - Tod von Maria Schachinger
Das unterstützende Mitglied Maria Schachinger starb im 88. Lebensjahr.
25. August 1999 - Begräbnis von Maria Schachinger
Die Sängerrunde nahm am Begräbnis teil.
4. September 1999 - Festlicher Liederabend in St. Florian am Inn
Zum 80. Gründungsfest der Liedertafel St. Florian am Inn beteiligte sich die Sängerrunde bereits am Samstag am festlichen Liederabend im Saal des Gasthofes Moritz.
5. September 1999 - Gründungsfest der Liedertafel St. Florian am Inn
Am Sonntag verstärkte die Sängerrunde um 9 Uhr die Liedertafel beim Gottesdienst und war am Nachmittag beim Festzug und Freundschaftssingen vertreten. „Im Vergleich zu Vichtenstein war es ein großes Sängerfest, zum Freundschaftssingen meldeten sich nicht weniger als 23 Chöre!“
10. September 1999 - Standesamtliche Hochzeit von Leopold Lehner
An diesem Freitag geschah etwas, was zunächst völlig unglaubwürdig erschien, aber letztendlich doch bestätigt wurde: „unser vorletzter Lediger, nämlich Leopold Lehner, wagte sich um 10 Uhr vormittag aufs Standesamt“.
Das Amt des Fähnrichs ruhe nun eigentlich, trotz offizieller Stellvertreter, allein auf den Schultern von Alois Vorhauer – „weil immer noch ledig!“
29. September 1999 - Sängerausflug nach München
Der Sängerausflug führte zum Franz-Josef-Strauß-Flughafen bei Erding und zum Kernkraftwerk Isar I + II. Die Chronistin konnte aus dienstlichen Gründen nicht mitfahren.
Ende September 1999 - Ein neuer Fußboden im Probenlokal
Ein besonderer Dank gebühre dem rührigen Obmann nicht nur für die Organisation des Ausfluges, sondern auch wieder einmal für eine Verschönerung des Probenlokals: „der frisch eingelassene Fußboden ist allerdings sicher nicht jedem Sänger aufgefallen!“
15. Oktober 1999 - Der 75er des Chorleiters
Den 75. Geburtstag von Chorleiter Friedrich Gangl feierte die Sängerrunde im ehemaligen Goldhaubenstüberl – mit Südtiroler Wein, Speck und Käse und dem traditionellen Gratulationschor „Ein froher Gruß“.
An diesem Abend trat auch das neu gegründete „Jugendensemble“ zum ersten Mal auf, mit dem Lied „Und im Innviertler Land“.
Herbst 1999 - Die Gründung des Jugendensembles
Auf Initiative von Hans Zajonskowski bildete sich innerhalb der Sängerrunde ein „Jugendensemble“ – ein Doppelquartett, das vor allem Gstanzln und Lieder aus dem Wirtshausliederbuch mit Gitarre und Ziehharmonika singt.
„Dieses sogenannte Jugendensemble wird heuer etwas eifriger proben – man muss ja schließlich auch schon an das Herbstkonzert denken.“ Im Jänner 2000 bekam die Gruppe ihren Namen: „e-d-v“.
Ende Oktober und Anfang November 1999 - Zwei Chorkonzerte
Besucht wurden die Konzerte des Gesangsvereins Widerhall in Schärding und der Liedertafel St. Florian am Inn.
7. November 1999 - Kriegersonntag
Zum Kriegersonntag sang die Sängerrunde die Bauernmesse.
11. Dezember 1999 - Geburtstagsfest von Karl Deschberger
Kommerzialrat Karl Deschberger feierte seinen 70. Geburtstag; als Vertreter der Sängerrunde waren Chorleiter Gangl – zugleich sein Tarockpartner – und Obmann Beham geladen. Gangl trug das Gratulationsgedicht aus dem Jahr 1994 vor, und Deschberger versprach, seinen runden Geburtstag irgendwann nachträglich mit der Sängerrunde zu feiern.
„Na gut – inzwischen können wir ja die Hammerschmiedg’selln fehlerfrei singen …“
12. Dezember 1999 - 20 Jahre Gemeindepartnerschaft
Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes zur 20-Jahr-Feier der Gemeindepartnerschaft Stamsried – St. Marienkirchen – Suben war eine Ehrenpflicht: „nachdem diese Partnerschaft mit Stamsried ja vor 20 Jahren von den Sängern ausging“.
Beim Festakt im Gasthaus Putzinger sang die Sängerrunde „Füllt mit Schalle“ und „Gott zum Gruß – Dir Du wack’re Partnerrund’“. „Bei einem Festakt gibt es natürlich auch Festreden, und man könnte von erwachsenen Menschen eigentlich erwarten, dass sie sich während dieser Ansprachen ruhig verhalten. Dem ist leider nicht immer so.“
12. Dezember 1999 - 4. Samaskirchner Christkindlmarkt
Auf der Einladung der Gemeinde stand als letzter Programmpunkt „Punschtime“. „Wir leben in Österreich, auf dem Land, und wir brauchen keine englischen Leihwörter“, merkt die Chronistin an.
Die Sängerrunde beteiligte sich wie im Vorjahr am Marktgeschehen: Max Zauner fabrizierte Schaumrollen und Butterstangerl in rauen Mengen, Hans Zajonskowski drehte „bis zur Bewusstlosigkeit“ Leberknödel, „Wuchti“ schleppte gar eine Kaffeemaschine an, und einige Sänger machten sich um Aufbau und Wegräumen verdient.
12. Dezember 1999 - Adventsingen in der Pfarrkirche
Um 19 Uhr das Adventsingen in der Pfarrkirche, gemeinsam mit dem Kirchenchor, dem Zitherspieler Alois Pucher und der Mütterrunde, die ein Hirtenspiel beitrug.
24. Dezember 1999 - Die erste Christmette der Sängerrunde
Zu Weihnachten machte die Sängerrunde dem Kirchenchor die Mette abspenstig – zum ersten Mal in ihrer Geschichte. Die Idee dazu kam von Obmann Beham bereits bei der Generalversammlung im Jänner.
Der Chorleiter brachte aus Bruneck eine aus volkstümlichen Melodien zusammengestellte Messe mit, „die wirklich eifrig geprobt wurde und bei den Mettenbesuchern bestens angekommen ist“. Im Verlag Doblinger in Wien fand er eine Fassung des „Transeamus“ für Männerchor; Solist war, wie schon zwei Jahre lang beim Kirchenchor, Hans Maierhofer.