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Die neue Sängertracht zieht sich durch das ganze Jahr 1998. Beschlossen wurde sie bei der Generalversammlung im Jänner, getragen zum ersten Mal beim Herbstkonzert im Oktober.
3. April – die Qual der Wahl
Schneidermeister Egon Stürmer aus Raab kam mit einigen Mustern in ein Klassenzimmer der alten Volksschule und hielt die Janker hoch, während die Sänger ringsum saßen und berieten.
19. Juni – das Maßnehmen
Herr Stürmer kam wieder, diesmal bewaffnet mit dem Maßband. Die Chronistin hat mitgeschrieben:
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durchschnittliche Körpergröße |
174,85 cm |
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durchschnittliche Halsweite |
43 cm |
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größte Sänger |
Obmann Beham und Alois Vorhauer, je 184 cm |
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kleinster – „aber dafür der Wichtigste“ |
der Chorleiter, 165 cm |
„Weitere Körpermaße verschweigt die Chronik – aus Diskretion!“
9. Oktober – die Lieferung
Herr Stürmer lieferte die fertige Tracht: blauer Janker, rote Weste, schwarzer Hut. Aber nicht nur die Sänger bekamen neue Bekleidung – für das Klavier nähte die Frau des Obmanns eine Schutzhülle, damit es den Transport ins Gasthaus Putzinger unbeschädigt übersteht.
24. Oktober – der erste Auftritt
Beim Herbstkonzert stand die Sängerrunde erstmals in der neuen Tracht auf der Bühne. „In der neuen Tracht fühlten sich alle sehr wohl – das scheint auch die Stimmen angeregt zu haben!“
Bezahlt hat der Verein sie selbst. Der Steckbrief, den die Sängerrunde im März an die Gemeindezeitung gab, nennt die Vereinskasse „stark belastet durch Ankauf neuer Sängertracht“ – und im Dezember dankte sie öffentlich „den örtlichen Institutionen und Sponsoren für die finanzielle Hilfe“. Mit einem Nachsatz, der zugleich Werbung war: „Bei unserer neuen Sängertracht haben wir auch Reservestoff für neue Sänger einkalkuliert.“